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"Lysistrata 50"

(UA: 28.Juni 2019 in München)

 

Ausgerechnet bei der fünfzigsten Vorstellung der Lysistrata von Aristophanes, unter der Regie des berühmten Bodo Brückner, gerät die Inszenierung außer Kontrolle.  Was, wenn eine Schauspielerin diesen frauenverachtenden Text auf einmal nicht mehr hinnehmen kann, die Andere das alles gar nicht so schlimm findet, weil Sexentzug ihrer Meinung nach noch immer ein effektives Mittel darstellt, um Frieden zu schaffen, während die Dritte eine andere Lösung suchen will, damit Frauen und Männer in Frieden zusammen leben können und die Vierte so wie so für alles eine analytische und überlegte Antwort parat hat und sich somit nicht persönlich angegriffen fühlt?

Ausgehend von ihren unterschiedlichen Ansätzen, die so unterschiedlich sind, wie die vier Frauen selbst, versuchen Beatrice, Clara, Annabell und Siria eine neue Lysistrata zu schaffen, die sie alle als Anführerin vertreten wollten, eine Anführerin, die sich gegen Krieg, Gewalt und Ungerechtigkeit einsetzt und eine friedliche Welt schaffen kann.

 

Angelehnt an die 411 v.Chr. verfasste Komödie Lysistrata entstand über viele Improvisationen und gemeinsame Überlegungen der vier Schauspielerinnen und des Regisseurs ein weit über die Textvorlage hinausgehendes Stück, das nur in kurzen Textabschnitten noch an das Original erinnert, seine Idee aber weiterträgt und sogar erweitert. Wie ist es möglich in heutigen Zeiten Frieden zu schaffen, ohne dabei selbst Gewalt anzuwenden? In dieser Produktion vereinen sich also Aristophanes Ansätze gleichermaßen mit den Gedanken der einzelnen fünf Ensemblemitglieder, sodass über einen langen Zeitraum von Gedankenaustausch, Improvisationen und Figurenentwicklung dieses Stück entstehen konnte. Schriftlich verfestigt und mit weiteren neuen Ideen angereichert, verlieh Thomas Stumpp dem Stück einen originellen Rahmen.

Eine Frauenpower-Trash -Komödie mit Tiefgang.

 

Mit Petra Bösch, Jeanne Schehrer, Katrin Schmölz, Thomas Stumpp und Gabriele Weller

Regie: Thomas Stumpp

 

 

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